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K Desktop Environment

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K Desktop Environment Artikel

KDE (K Desktop Environment, ursprünglich Kool Desktop Environment, heute hat das K keine bestimmte Bedeutung mehr) ist ein frei verfügbarer Desktop, das heißt eine grafische Benutzeroberfläche mit vielen Zusatzprogrammen für den täglichen Gebrauch. Er ist vorrangig für Computer gemacht, auf denen ein Unix-Betriebssystem läuft, wie z.B. GNU/Linux, *BSD oder Solaris.

K Desktop Environment Beschreibung
K Desktop Environment Beschreibung
KDE mit Konqueror und KMail
Inhaltsverzeichnis
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Leistungsumfang

KDE versucht, eine vollwertige, konsistente und leicht bedienbare Oberfläche für Unix-Systeme zu sein, analog zu Windows oder MacOS. Das KDE Projekt ist somit vergleichbar zu dem GNOME Projekt, das eine ähnliche Absichtsetzung mit leicht anderen Prioritäten verfolgt. Zusammen mit einem frei verfügbaren Unix-Derivat wie GNU/Linux hat man damit eine komplett freie und offene Rechner-Plattform, die jedem kostenlos zugänglich ist, inklusive dem Quellcode, der von jedem verändert und angepasst werden kann.

KDE gilt als eine der flexibelsten Oberflächen, da der Endbenutzer eine umfangreiche Zahl von Einstellungsmöglichkeiten nutzen kann, um KDE so, angefangen vom Optischen (über so genannte Themes) bis hin zu dem Verhalten auf die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Diese Vielfalt ist allerdings nicht ca. Segen, da Kritiker auch gerne darauf verweisen, dass zu viele Einstellungsmöglichkeiten neue Benutzer ca. verwirren würden. KDE gibt es derzeit in 51 verschiedenen Sprachen, weitere 30 sind in Arbeit.

KDE ist aktuell in der Version 3.3 (vom 19.08 2004).

Buch-Tipp: Jetzt lerne ich SuSE Linux . Das Starter-Kit mit SuSE Linux 8, KDE 3 und vielen Programmpaketen mir hats gefallen Dies ist mein erstes Linux Buch, welches ich mir zugelegt habe, und ich bin sehr zufrieden damit. Es ist sehr gut und logisch aufgebaut, die Sachen werden meist sehr gut erklärt, und mit passenden screenshots abgerundet. Die screenshots halten sich aber in grenzen, was ich auch positiv finde, denn das Gegenteil wirkt meist als...

Geschichte

Das Projekt wurde am 14.10 1996 von Matthias Ettrich in das Leben gerufen. Man orientierte sich zunächst, sowohl vom Funktionsumfang als auch vom Namen her, am damals bereits verfügbaren aber proprietären Unix-Desktop CDE, setzte aber von Anfang auf eine objektorientierte Programmiersprache (C++) und eine umfangreiche, bereits bestehende Oberflächenbibliothek namens Qt, die von Trolltech entwickelt wurde.

Am 12.07 1998 war die Version 1.0 von KDE so weit, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Diese frühen Versionen wurden von der Unix-Community mit gemischten Gefühlen empfangen: Es hagelte Kritik an der Verwendung eines unfreien Programmpakets (das oben genannte Qt) zur Erstellung eines freien Desktops, andere Kritiker wiederum bemängelten, dass man statt auf Qt nicht auf Motif bzw. das freie Pendant LessTif gesetzt hatte, das von ihnen als Standard empfunden wurde.

Den Kritikern zu dem Trotz wurde KDE von den Endbenutzern durchaus positiv aufgenommen und fand seinen Weg in erste Linux-Distributionen.

Eine der Konsequenzen der Lizenzdiskussion war, dass das lange Jahre ca. als Idee existierende GNOME Projekt nun in Angriff genommen wurde, um einen vollkommen freien Desktop zu schaffen. Ein weiterer Lösungsansatz war, in dem Rahmen des Projekts Harmony einen freien, aber vollständig kompatiblen Ersatz für Qt zu entwickeln.

Dem dadurch entstandenen Druck auf Trolltech und der Überzeugungsarbeit der KDE-Entwickler war es zu verdanken, dass Trolltech sich schließlich in dem April 1998 dazu entschied, Qt in einer speziellen, freieren Version zur Verfügung zu stellen, die die Ansprüche der Community weitestgehend erfüllte. Das Projekt Harmony starb als Konsequenz, während GNOME als Projekt erfolgreich weitergeführt wurde.

Damit war auch endlich der Weg frei für die Aufnahme von KDE in weitere Linux-Distributionen, die sich dem bislang mit Verweis auf die Lizenzproblematik verweigert hatten, und stattdessen GNOME unterstützten.

Der endgültige Durchbruch kam mit der Version 2.0 vom 23.10 2000. Die Infrastruktur des KDE-Systems wurde rundum überarbeitet, Aufsehen erzeugte jedoch vor allem Konqueror, der neue KDE-Dateimanager und -Webbrowser. Um dies nachzuvollziehen, muss man wissen, dass Unix zu dieser Zeit unter einem Defizit an brauchbaren Webbrowsern litt - Netscape Navigator war veraltet und instabil, während Mozilla noch nicht fertiggestellt war. Konqueror allein bewog darum viele Nutzer, die KDE gegenüber bislang skeptisch eingestellt waren, zu dem Umstieg.

In der Version 3.0 vom 3.04 2002 erhielt KDE ein neues Drucker-Framework und der Webbrowser Konqueror konnte DHTML interpretieren.

Mit der KDE-Version 3.1 vom 28.01 2003 bekam KDE ein so genanntes Desktop-Sharing-Framework. Mit dessen Hilfe kann ein KDE-Desktop von einem entfernten Rechner aus bedient werden, was z.B. zur entfernten Administration durch Support-Hotlines benutzt werden kann. (Hinweis: Dies ist nicht mit der ohnehin vorhandenen Netzwerkfähigkeit des X-Window-Systems zu verwechseln!). Seit der Version 3.1 beherrscht Konqueror Tabbed-Browsing.

Ab der Version 3.2 vom 3.02 2004 besitzt KDE die integrierte Groupware mit dem Namen Kontact. Diese Software-Suite vereinigt E-Mail, Adressbuch, Kalender, Terminplaner, Newsreader, Wetteranzeige, Geburtstagserinnerung, Notizblock und ToDo-Liste in einer Applikation.

In der Version 3.3 vom 19.08 2004 wurde vor allem die Integration der verschiedenen Programme mit Kontact verbessert, um einheitlich auf verschiedene Aspekte der gleichen Daten zugreifen zu können.

Buch-Tipp: Jetzt lerne ich SuSE-Linux . Das Starter-Kit mit SuSE Linux 8.2, KDE 3.1, vielen Programmpaketen mir hats gefallen Dies ist mein erstes Linux Buch, welches ich mir zugelegt habe, und ich bin sehr zufrieden damit. Es ist sehr gut und logisch aufgebaut, die Sachen werden meist sehr gut erklärt, und mit passenden screenshots abgerundet. Die screenshots halten sich aber in grenzen, was ich auch positiv finde, denn das Gegenteil wirkt meist als...

Wichtige Teile der Benutzeroberfläche

  • Eine Kontrollleiste (Kicker) am Bildschirmrand. Sie dient zu dem Starten von Anwendungen und zu dem Umschalten zwischen den Arbeitsflächen. Sie enthält unter anderem auf der linken den Anwendungsstarter: ein großes K-Symbol, das ein Menü mit Anwendungen anzeigt, wenn man es anklickt.
  • Eine Programmleiste innerhalb der Kontrollleiste, die zu dem Umschalten und Verwalten der laufenden Anwendungen dient.
  • Den Desktop selbst, auf dem häufig genutzte Dateien und Ordner abgelegt werden können. KDE bietet mehrere Desktops oder Arbeitsflächen, von denen jeder seine eigenen Fenster hat.
  • In dem KDE-Kontrollzentrum kann man KDE-Einstellungen mit ein paar Mausklicks durchführen.
Buch-Tipp: Jetzt lerne ich openSUSE 10.3, m. DVD-ROM Linux für Einsteiger Ein wirkliches Einsteigerbuch. Das Kapitel zu dem Thema "E-Mail" z. B. ist mit 28 Seiten sehr ausführlich. Auf zwei Seiten erklärt die Autorin allein, was eine E-Mail ist und was die Headerzeilen bedeuten. Das Buch hätte hier und da etwas mehr optische Unterstützung in Form von Screenshots verdient. Gerade für Einsteiger...

Programme des KDE-Projekts

Mit KOffice verfügt das Projekt auch über ein komplettes Office-Paket. Eine Liste aller Programme des KDE-Projekts gibt es unter KDE-Programme

Buch-Tipp: KDE 2 Gut strukturierte Einführung Das Buch von Thomas Diehl bietet eine gute Einführung in die Benutzeroberfläche KDE. Die erste Hälfte des Buches ist den Grundelementen einer grafischen Oberfläche gewidmet. Umfassend werden die einzelnen Bedienelemente und deren Eigenheiten und Einstellmöglichkeiten erläutert. Sehr detailiert wird die Bedienung...

Architektur

Innerhalb des KDE-Systems arbeiten verschiedene Subsysteme, von deren Funktion der Benutzer normalerweise nicht sehr viel mitbekommt. Zur unterliegenden Infrastruktur von KDE gehören u.a.:

  • aRts (Analog Realtime Synthesizer) - Ein Soundserver, der Sound aus mehreren Quellen in Software mischen kann und an die Sound-Infrastruktur des Betriebssystems durchreicht.
  • DCOP (Desktop Communication Protocol) - dient der Interprozesskommunikation zwischen KDE-Programmen
  • KHTML - ein leistungsfähiger HTML-Renderer. Bildet auch den Kern von Apples Browser Safari.
  • KIO - die KDE I/O-Slaves bieten vereinheitlichten Dateizugriff für KDE-Anwendungen, auch netzwerktransparent. Konqueror und KDE können damit etwa auf Netzwerkfreigaben, Bluetooth-Geräte etc. zugreifen ohne einen Unterschied zu "normalen" Dateien zu bemerken.
  • Kiosk (KDE) - einige Funktionen von KDE lassen sich abschalten, so dass der Benutzer in einer kontrollierten Umgebung arbeitet.
  • KParts - leichtgewichtiges grafisches Komponenten-Framework
  • KWin - Fenstermanager
  • KConfigXT - nimmt eine XML-Datei und erzeugt daraus Quellcode zu dem Management von Konfigurationsoptionen, inklusive Klassen, mit denen sich die Optionen mit Konfigurationsdialogen verbinden lassen.
  • Qt - Plattformübergreifendes Grafik-Toolkit
  • XMLUI - erlaubt die Definition von GUI-Elementen wie z. B. Menüs und Werkzeugleisten durch XML-Dateien.
Buch-Tipp: KDE 2 Programmierung . Komponentenbasierte Anwendungen mit Qt, kparts und DCOP (New Technology) Excellent, leider veraltet Persönlich finde ich das Buch einen sehr guten Einstieg in die Programmierung in KDE. Wie der Title sagt, handelt es sich hier um die ältere Version 2. 0 von KDE; wer unter KDE 3. X das ganze bearbeitet, muß darauf gefaßt sein die Codingbeispiele zu überarbeiten. Das ganze Buch steht unter der OGPL, von daher kann...

Literatur

  • Thomas Diehl: KDE 3. Praxisführer zur graphischen Benutzerumgebung für Linux/Unix. SUSE 2002 ISBN 3-934678-78-5 (Umfangreiche Beschreibung von KDE 3 und seiner Anwendungsprogramme)== Weblinks ==


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